Studie über Corporate Blogs
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Die Versicherungs-Branche befindet sich im Umbruch. Immer mehr Unternehmen möchten auch in der Online-Kommunikation aktiv sein. Die angeführten Beispiele zeigen jedoch, dass die meisten deutschsprachigen Unternehmen sich noch in der Umsetzung schwer tun.
Die Liste mit 8 Blogs aus der Versicherungswelt
- Wüstenrot
- Deutsche Internet Versicherung
- Direct Line
- AOK
- Abakus24
- Insurance1
- Versicherungen Blog
- Versicherung Online24
Unternehmen können durch den Einsatz von Weblogs stark profitieren. Bei falschem Einsatz kann es aber auch negative Konsequenzen auf der Unternehmen haben. Mit welchen einfachen Mitteln ein Corporate Blog für die Leser interessant gestaltet werden kann, zeigen die 6 Tipps, welche vom prblogger erarbeitet wurden.
1. Fehlende Persönlichkeit:
Blogs leben von der Handschrift der Autoren! Der erste Blick auf den Unternehmensblog sollte verraten wer hier bloggt!
2. Übertriebene Selbstrefenzialität:
Das Unternehmen soll sich offen und authentisch zeigen, allerdings nicht zu oft selbst loben!
3. Offenheit:
Blogs leben von Verlinkungen. Deshalb sollten auch in Corporate Blogs eine Blogroll eingerichtet werden und in den Texten auch nach außen verlinkt werden.
4. Fehlende Aktualität:
Das regelmäßige Veröffentlichen von Artikeln gehört zu einem Blog dazu, wie das täglich Erscheinen einer Tageszeitung! Schon das Ankündigen von Branchen-Terminen kann für die Leser ein wertvoller Input sein.
5. “Geschlossene” Texte:
PR-Texte in Blogs einfügen und veröffentlichen ist ein schwerwiegender Fehler. Die Leser fordern offene, authentische Texte, die nicht stundenlang von der PR-Abteilung vorbereitet wurden.
6. Fehlender Dialog:
Blogs leben von der Kommunikation! Durch Kommentare in Corporate Blogs erhalten Unternehmen wertvolles Feedback.
Wie kommunziert ein Unternehmen wirkungsvoll mit Corporate Blogs! Die Präsentation macht auf die Bedeutung von Corporate Blogs aufmerksam. Experten stufen Corporate Blogs nicht umsonst als die Königsdisziplin im Bereich Social Media Kommunikation ein.
Bernhard Lehner ist bei der “Start-Up-Factory” i5invest mit Sitz in New York, Wien und Salzburg für die Bereiche “Marketing & PR Europe” verantwortlich. Zuvor beratete der Kommunikationsprofi Unternehmen wie Apple, Samsung, Motorola, Ikea oder Cisco. Im Interview erzählt Bernhard Lehner, warum es sich für die Startups 123people, Tupalo, Dealhamster, tripwolf & Co. lohnt, Corporate Blogs zu führen.

Was war Ihre Motivation mit dem Bloggen im Unternehmen zu beginnen?
Die normative Kraft des Faktischen, könnte man sagen. Ein Startup-Unternehmen ohne Corporate Blog wäre per se etwas Eigenartiges.
Aber natürlich gibt es auch objektive Argumente für unsere Corporate Blogs:
- Schneller und einfach zu bedienender Kommunikationskanal nach draussen.
- Perfektes Dialog-Instrument: nie war es einfacher, unmittelbar in Kontakt mit Usern, potenziellen Usern, Kritikern, Partnern etc. zu kommen und einen Dialog zu beginnen.
- Das Blog gibt uns die Möglichkeit, Dinge zu sagen, für die wir ansonsten in dieser Form so nicht kommunizieren würden: direkter, persönlicher, relativ frei von engen Corporate Communications Beschränkungen. Das Corporate Blog ist sowas wie das “Frühstück bei mir”-Radioformat für das Unternehmen. Der Blick in die Seele oder hinter die Kulissen wird frei. Das Unternehmen öffnet sich (wenn es das will), wird transparenter, sympathischer, kommunikativer.
Welche Chancen bietet Ihrer Meinung nach der Einsatz von Corporate Blogs für Ihr Unternehmen?
Das Blog vervollständigt die Corporate Communications Strategie.
Was sind Erfolgsfaktoren für Corporate Blogs?
Auch bei Multiautoren Blogs gilt: je besser der individuelle Blogger (Stil, Persönlichkeit, Polarisierungs-Wille), desto interessanter wird das Blog.
- Regelmäßigkeit & Aktivität
Jedes Blog stirbt, wenn sich nicht jemand dafür verantwortlich fühlt. Also nicht nur Postings schreibt, sondern in der Blogosphere mitliest, Kommentare hinterlässt, Blog-Marketing macht – schlicht, den Laden am Laufen hält.
- Keine Angst vor User-Feedback!
Wer Angst vor den Kommentaren der Leser hat, sollte es bleiben lassen. Bloggen ist Dialog, nicht Monolot. Kommentar, vor allem oder gerade die kritischen, sind wertvolles User-Feedback. Es sollte nicht nur akzeptiert, sondern eingefordert werden.
Nennen Sie bitte drei österreichische Corporate Blogs, die Sie persönlich gerne besuchen?
Offen gestanden lese ich keine österreichischen Corporate Blogs – entweder sind sie schlecht, oder einfach gar nicht in meinem Interessensbereich.
Derzeit arbeite ich mit Hochdruck am Theorie-Teil meiner Arbeit. Wie bei jeder Diplomarbeit muss hierfür besonders viel gelesen werden. Inzwischen habe ich einen guten Überblick über die vorhandene Literatur erhalten und stelle gleichzeit fest, dass es in vielen Bereichen leider noch sehr wenig Erkenntnisse gibt. Speziell in Österreich scheint das Thema Weblogs in Unternehmen noch ein sehr vernachlässigtes und unterschätztes zu sein.
Die Bibliothek der Universität Innsbruck bietet eine zufriedenstellende Auswahl an aktueller Literatur für mein Thema. Vorbildlich ist auch die Fachhochschule Vorarlberg, die für mich als Gaststudent schon mehrere Buchwünsche erfüllt hat. So macht Recherchieren natürlich Spaß!