Studie über Corporate Blogs
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Ein abgestimmter Workflow erleichtert das Bloggen in einem Unternehmen. Matthias Rauer zeigt in seinem Beispiel, wie ein Artikel für einen Unternehmens-Blog entstehen kann. Der Prozess von der Ideenfindung bis zur Veröffentlichtung sollte weitgehend standardisiert werden.
Grafik: Schematische Darstellung der Content-Produktion

Quelle: SeibertMedia
Leser erwarten sich von Blogs ganz spezifische Infos, wie die Ergebnisse der Blogstudie 2007 erhobenen Nutzungsmotive bestätigen:

Die Blogstudie wurde 2007 von der Universität Leipzig unter Leitung von Prof. Ansgar Zerfaß erstellt.
Technorati unterscheidet in der aktuellen Studie “State of the Blogosphere” drei Typen von Bloggern, die sich aber nicht gegenseitig ausschließen, wie die untenstehende Grafik zeigt:

Schon mehrere Mails haben mich erreicht, mit der Frage, welche Bücher ich zum Thema Corporate Blogs empfehlen kann. Wie es sich für eine offene Kommunikation gehört, werden die Literatur-Tipps hier im Blog veröffentlicht.
Weitere Buchempfehlungen zum Thema “Business Blogs” folgen. Hilfreiche Tipps können jederzeit bei den Kommentaren hinzugefügt werden.
Nach dem Web 2.0 Kongress in Frankfurt veröffentlichte förderland.de einen Veranstaltungsbericht mit dem Titel “Die deutschen Corporate Blogs bringen es nicht!”. Dabei wurde Robert Basic mehrmals zitiert:
“Die meisten Corporate Blogs sind langweilig und steif, weil man es einfach verbockt hat.”
“Die deutschen Corporate Blogs bringen es nicht. Sie sind nicht lernfähig.”
“Ich habe noch nie gehört, dass ein Ladenbesitzer vorher aufgibt, weil er Angst vor Beschwerden hat. Noch nie, weltweit nicht. Aber bei Blogs soll das immer ein K.o.-Kriterium sein.”
“Unternehmen werden künftig gezwungen sein, über Blogs, Twitter und andere zu kommunizieren, anstatt sich auf die Presse zu verlassen.”
Robert Basic bringt es auf den Punkt. Unterscheiden sich diesbezüglich die Österreicher? Ich werde dieser Frage im Zuge meiner Arbeit nachgehen.
Nimmt die Bedeutung von Blogs ab? Eine viel gestellte Frage in jüngster Zeit. Cem Basman geht in seinem Blog der Frage nach, ob die Macht der Blogger nachlässt.
Basman stellt fest, dass die Rankings der meisten Blogs massiv an Reichweite verloren haben. Im Gegensatz dazu haben Microbloggingaktivitäten in Twitter im gleichen Zeitraum einen deutlichen Anstieg verzeichnet. Inhalte wanderten von Blogs weg in die Tweets.
PR Blogger Klaus Eck hat mit seinem Blog-Beitrag “Warum Blogs nicht an Bedeutung verlieren” zu den Thesen von Basman ausführlich Stellung genommen.
Nachdem ich mich in den letzten Tagen intensiv dem Theorie-Teil gewidmet habe, stehen die nächsten Wochen ganz im Zeichen der empirischen Studie.
Die schriftliche Befragung erforscht die Meinungen und Sichtweisen von Corporate Blogger, sowie deren Leser. Es werden bestehende Meinungen gegenübergestellt und auf Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede analysiert. Auf Basis dieser Schnittmenge soll letztlich aufgezeigt werden, wie Corporate Blogs für die Unternehmenskommunikation von Nutzen sein können.
Mag. Karin Bauer von INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung aus Wien war so freundlich und hat mir aktuelle Zahlen zur Nutzung von Weblogs in Österreich zukommen lassen.
11% der österreichischen Internetnutzer haben in den letzen 4 Wochen einen Blog gelesen, aktiv geschrieben haben 5% der österreichischen Internetnutzer. (Quelle: INTEGRAL, AIM – Austrian Internet Monitor, rep. Österr. ab 14 Jahren, April bis Juni 2009, n=3000 pro Quartal).

Der INTEGRAL AUSTRIAN INTERNET MONITOR – CONSUMER (AIM-Consumer) wurde im Jahr 1996 entwickelt und hat sich seither als wesentliche Informationsquelle zu Internet und neuen Kommunikationstechnologien etabliert.
Im Zuge meiner Diplomarbeit werde ich eine Liste von den österreichischen Corporate Blogs erstellen. Ziel ist es, einen besseren Überblick von Unternehmen zu schaffen, die Blogs zum Dialog mit ihren Kunden nutzen.
Die Liste von Business Blogs wird wohl nicht unendlich lang werden, dennoch zähle ich auf eure tatkräftige Unterstützung. Hier geht’s zur Liste.
Derzeit arbeite ich mit Hochdruck am Theorie-Teil meiner Arbeit. Wie bei jeder Diplomarbeit muss hierfür besonders viel gelesen werden. Inzwischen habe ich einen guten Überblick über die vorhandene Literatur erhalten und stelle gleichzeit fest, dass es in vielen Bereichen leider noch sehr wenig Erkenntnisse gibt. Speziell in Österreich scheint das Thema Weblogs in Unternehmen noch ein sehr vernachlässigtes und unterschätztes zu sein.
Die Bibliothek der Universität Innsbruck bietet eine zufriedenstellende Auswahl an aktueller Literatur für mein Thema. Vorbildlich ist auch die Fachhochschule Vorarlberg, die für mich als Gaststudent schon mehrere Buchwünsche erfüllt hat. So macht Recherchieren natürlich Spaß!