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Studie über Corporate Blogs

Interview mit Andreas Milles von Spreadshirt

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Spreadshirt ist nicht nur Marktführer für individuell bedruckte Bekleidung, sondern zählt in Europa auch zu den Web-2.0-Vorzeigeunternehmen. Andreas Milles ist Verantwortlicher für den Bereich Brand & Communication bei Spreadshirt. Im Interview spricht mein ehemaliger Chef, was sich seit dem Launch des Corporate Blogs im Juni 2006 getan hat.

spreadshirt

Was war Ihre Motivation mit dem Bloggen bei Spreadshirt zu beginnen?
In erster Linie der direkte, ungefilterte Kontakt zu Kunden und Partnern. Darüber hinaus ist ein Blog als Kommunikationskanal sehr günstig (=kostenlos) und schnell eingerichtet. Ansonsten war nicht unbedingt eine große Motivation notwendig, um die Vorteile eines Blogs zu erkennen. Es passt zu uns, zu unserer „DNA“ und Kultur – da wir bei Spreadshirt ja auch gewisse Überschneidungen sehen: ähnlich wie mit Blogs, Facebook, Twitter etc. geht es bei Spreadshirt darum, seine Meinung, seine Message auf das Medium T-shirt zu bringen.

Welche Chancen bietet Ihrer Meinung nach der Einsatz von Corporate Blogs für Ihr Unternehmen?
Wir können unseren Lesern einen Blick hinter die Kulissen anbieten, dadurch Distanz und Vorbehalte abbauen. Ziel und Chance ist es eindeutig, für seine Fans verfügbar zu sein, und für die Öffentlichkeit glaubhafte und authentische Einblicke zu gewähren.

Was sind Erfolgsfaktoren für Corporate Blogs?
Hmm, in erster Linie relevante Inhalte in einer hohen Regelmäßigkeit. Um es etwas ausführlicher zu formulieren:

  • Frequenz. Ohne Frequenz keine (Stamm)Leser.
  • Ein klares Gesicht und Profil: was erwartet die Leser, was sind die Themen, die man im Blog findet?
  • Dialogbereitschaft & ein Blick über den Tellerrand. Auch wenn das teilweise Mut und ein wenig Geschick erfordert, da man dadurch verpflichtet ist, „360° Kommunikation“ zu betreiben (z.B. auch schlechte Nachrichten proaktiv zu kommunizieren, Artikel so zu verfassen, dass Raum für Feedback und Anregungen sind)
  • Die Einsicht, dass es eine Reihe von Partnern und Kunden gibt, die mindestens genauso viel Ahnung vom eigenen Produkt haben.
  • Die Einsicht, dass Vorgänge und Zusammenhänge innerhalb eines Unternehmens für andere interessant sind – und dass die Offenheit eine Chance ist, glaubwürdig zu ein und wahrgenommen zu werden (was ja besonders kritische Faktoren sind – die Glaubwürdigkeit eines Corporate Blogs dürfte gefühlt noch unter der eines Tabloids liegen, und wahrgenommen wird ein Corporate Blog meist dann, wenn man einen Coupon sucht oder als Kunde verärgert ist)
  • Dass mindestens 30% der Mitarbeiter bloggen können und jeder etwas spannendes zu erzählen hat.

Nennen Sie bitte drei Corporate Blogs, die Sie persönlich gerne besuchen?
Im Grunde trenne ich nicht unbedingt zwischen „Corporate“ Blogs und „normalen“ Blogs. Gut gemachte Blogs, die unter einem Unternehmensdach betrieben werden, finde ich:

  • Blog von asmartbear.com

Danke für das Interview!

Geschrieben von Zacasa

9. Januar 2010 um 16:52

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  1. Warum bloggt Spreadshirt? | www.spreadcity.de

1 Kommentar zu “Interview mit Andreas Milles von Spreadshirt”

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